01 / Heute beginnen

Jede Wirkung braucht
einen Ausgangspunkt.

Die Baseline beschreibt den modellierten Emissionszustand eines Sees – als Ausgangsbasis für die spätere Bewertung von Maßnahmen.

Mit dem Advanced Lake Biogeochemistry Model (ALBM) können wir bereits heute eine solche Baseline erstellen. Verfügbare Gewässer-, Wetter- und Messdaten bilden dafür die Grundlage. Die Aussagekraft hängt von ihrer Qualität und der Anpassung des Modells an den jeweiligen See ab.

Heute möglich · modellbasierte Baseline

ALBM bildet physikalische und biogeochemische Prozesse im See ab. Damit lassen sich Kohlenstoffdynamik sowie CO₂- und Methanemissionen modellieren und im Wasser-Kohlenstoff-Zyklus einordnen.

  • Ausgangszustand quantifizierenEmissionen für einen definierten Zeitraum und klar abgegrenzte Systemgrenzen modellieren.
  • Annahmen sichtbar machenDatengrundlage, Modellstand und Unsicherheiten nachvollziehbar dokumentieren.
  • Mit jedem Projekt weiter lernenNeue Messungen und Projekterfahrungen nutzen, um Parametrisierung, Kalibrierung und unsere Modellanwendung fortlaufend zu verfeinern.

Eine modellbasierte Baseline ist der erste Schritt. Der Nachweis einer Maßnahmenwirkung erfordert zusätzlich geeignete Vergleichsbedingungen und Messungen vor und nach dem Eingriff.

02 / Software als gemeinsame Grundlage

Gewässer, Daten und Modelle.
In einem Zusammenhang.

Unsere vorhandenen Softwareansichten zeigen, wie Datenquellen und Einzugsgebiete zusammengeführt werden. Darauf bauen wir die Architektur für ein eigenes MRV-Modul auf.

Vorhandener e.Data-Screenshot: Datenquellen, Einzugsgebiet und Gewässerinformationen zum Tollensesee
Vorhandene e.Data-Ansicht · TollenseseeScreenshot öffnen ↗

Die Screenshots zeigen die bestehende Daten- und Kartenoberfläche. Das beschriebene MRV-Modul mit Kampagnenverwaltung und Wirkungsbewertung befindet sich im Aufbau.

03 / Architektur im Aufbau

Von verteilten Daten
zu prüfbarer Wirkung.

Wir entwickeln eine modulare Software für Messung, Berichterstattung und die Vorbereitung unabhängiger Verifizierung (MRV). Sie soll Modellläufe, Messkampagnen und die Bewertung von Maßnahmen auf einer gemeinsamen Datengrundlage verbinden.

Messungen vor Ort

WAMO, profilierende Messungen und projektspezifische Probenahmen für die Einordnung und Validierung.

Satelliten & Geodaten

Gewässerflächen, räumliche Veränderungen und geeignete Wasserqualitätsindikatoren für eine breitere Abdeckung.

Projekt & Maßnahmen

Gewässerzonen als Polygone, Systemgrenzen, Eingriffszeitpunkte und dokumentierte Maßnahmen.

Gemeinsame Datenbasis
+ ALBM-Modellierung

Geplant sind qualitätsgeprüfte Zeitreihen, nachvollziehbare Datenherkunft und versionierte Modellläufe. Die räumliche Verwaltung erfolgt über Gewässer und Zonen; die Modellierung wird passend zu den Modellgrenzen aufgesetzt.

Baseline

Modellierter Ausgangszustand mit dokumentierten Annahmen und Unsicherheiten.

Kampagnen & Vergleich

Geplante Begleitung von Maßnahmen über Zeit, Standorte und Vergleichsgewässer hinweg.

Berichte & Nachweise

Geplante Zusammenstellung der Daten und Bewertungen für fachliche Prüfung und Verifizierung.

Zielarchitektur · Die Baseline ist bereits möglich. Die durchgängige Softwarekette wird schrittweise entwickelt.

04 / Langfristige Messkampagnen

Ein Gewässer ist ein Anfang.
Viele machen Muster erkennbar.

Wir arbeiten daran, genügend geeignete Gewässer in unsere Stichprobe aufzunehmen – und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, diese langfristig untersuchen zu können.

Das ist ein umfangreiches Entwicklungs- und Forschungsprojekt. Unterschiedliche Gewässertypen, saisonale Schwankungen und lokale Bedingungen müssen abgedeckt sein, bevor sich Erkenntnisse belastbar übertragen lassen.

Satellitendaten helfen, räumlich in die Breite zu gehen und geeignete Untersuchungsgebiete zu identifizieren. Ihre Auswertung wird mit Messungen vor Ort verknüpft; sie ersetzt keinen direkten Nachweis von Treibhausgasflüssen.

05 / Methodische Anschlussfähigkeit

Auf belastbare Standards
hinarbeiten.

Wir richten die weitere Entwicklung auf die Anforderungen von Gold Standard im Bereich „Blue Carbon and Freshwater Wetlands“ aus.

Ein relevanter Bezugspunkt ist der 2026 zur Konsultation gestellte Methodikentwurf „Carbon Removal and Methane Reduction from Eutrophic Systems“. Er verbindet die Quantifizierung von Kohlenstoffspeicherung und Methanvermeidung mit langfristiger Beobachtung und überprüfbaren Nachweisen.

Unser Ziel ist ein darauf abgestimmtes Softwaremodul: mit geeigneten Baselines, dokumentierten Messprogrammen, transparenten Unsicherheiten und strukturierten Berichten. Die jeweils anwendbare Methodik und ihr gültiger Stand bestimmen die Anforderungen im konkreten Projekt.

Entwicklungsziel: methodische Anschlussfähigkeit. Eine Gold-Standard-Zertifizierung unserer Software oder Projekte wird damit nicht behauptet. ALBM-basierte Modellierung allein ist noch kein verifizierter Wirkungsnachweis.

e.Ray · Ihr Daten- und Evaluierungspartner

Mit einer Baseline beginnen.
Die Wirkung langfristig verstehen.

Sie betreuen ein Gewässer oder planen eine Maßnahme? Gemeinsam klären wir die Datengrundlage für eine erste Baseline und die Perspektive für eine langfristige Mess- und Evaluierungskampagne.