Ausgangslage

Ein Sensor mehr löst die Aufgabe nicht.

Messdaten liegen in getrennten Systemen. Zwischen den Messstellen bleiben räumliche und zeitliche Lücken. Und neue Technik muss zu Abläufen, Zuständigkeiten und Anlagen passen, die es längst gibt. Ein weiteres Datenportal oder ein Gutachten allein ändert daran wenig.

Wir verbinden Messungen vor Ort mit Satelliten-, Wetter-, Pegel- und Fachdaten, übersetzen sie in ein Lagebild und schaffen damit die Grundlage für begründbare Entscheidungen. Technische Architektur, Gewässerprozesse, Betrieb und Finanzierung denken wir von Beginn an zusammen.

Technik ist das Mittel. Wissen ist das Ziel.

Beratungsfelder

Woran wir arbeiten.

Meist geht es um Messen, Bilanzieren, Melden oder den Nachweis einer Wirkung. Manchmal um etwas, für das es noch kein Produkt gibt.

Monitoring und Wasserqualität

Welche Größen, an welchem Ort, in welchem Takt, und wie kommen die Werte dorthin, wo entschieden wird? Wir entwerfen Messkonzepte für Seen, Flüsse, Rückhaltebecken und technische Gewässersysteme und binden vorhandene Sensorik ein.

Typische Ergebnisse

  • Messkonzept
  • Stations- und Sensordesign
  • Datenarchitektur
  • Pilotinstallation
  • Betriebs- und Wartungskonzept

Handlungsfeld Wasserqualität

Wasserbilanz und Niedrigwasser

Wie viel Wasser steht zur Verfügung, wie verändert sich das, wo entstehen Risiken? Wir verbinden Pegel- und Wasserstandsdaten mit Niederschlag, Verdunstung, Einzugsgebiet und Satellitenbeobachtung. Betrachtet wird das Zusammenspiel im Einzugsgebiet, nicht die einzelne Messstelle.

Typische Ergebnisse

  • Wasserbilanz
  • Messlückenanalyse
  • Niedrigwasserindikatoren
  • Szenarien
  • Regionales Lagebild

Handlungsfeld Hochwasser und Niedrigwasser

Kommunikation und Alarm-Workflows

Meldewege müssen gerade dann tragen, wenn Strom oder Mobilfunk ausfallen. Wir planen energieautarke und redundante Sensor- und Kommunikationsnetze für Rückhaltebecken, Gewässer und kommunale Infrastruktur, mit Resilienz Hubs, die Daten lokal bündeln und im Störungsfall verfügbar halten. Die Entscheidung über eine Warnung bleibt bei der zuständigen Stelle.

Typische Ergebnisse

  • Ausfallanalyse
  • Netz- und Kommunikationsarchitektur
  • Standortplanung
  • Redundanzkonzept
  • Pilotnetz

Handlungsfeld Kommunikation

Daten verbinden

Der Wert von Daten entsteht durch ihre Verbindung. Wir führen eigene Messwerte mit amtlichen und fachlichen Quellen zusammen: Landesmessnetze, LAWA, WasserBLIcK, BfG und DWD. Dazu kommen EFAS und Copernicus, SWOT (NASA/CNES), EnMAP (DLR), HydroATLAS und HydroSHEDS. Daraus entstehen Karten, Zeitreihen und automatisierte Auswertungen. Bestehende Fachsysteme werden ergänzt, nicht ersetzt.

Typische Ergebnisse

  • Schnittstellenkonzept
  • Datenzusammenführung
  • Automatisierte Berichte
  • Kartenanwendung
  • Analysemodelle

Monitoring & MRV

Maßnahmen planen und Wirkung nachweisen

Eine Maßnahme wird nicht dadurch wirksam, dass sie umgesetzt ist. Wir bauen Baselines, Monitoringdesigns und Auswertungen für Renaturierung, Auenentwicklung, Belüftung, Nährstoffreduktion und Makrophytenmanagement. So wird sichtbar, was sich verändert hat, wie dauerhaft es ist und wo nachgesteuert werden sollte.

Typische Ergebnisse

  • Ausgangszustand und Baseline
  • Wirkungsmodell
  • Monitoringplan
  • Vorher-Nachher-Vergleich
  • WRRL-Bewertung
  • MRV-Konzept

Handlungsfeld Gewässersanierung

Innovationsvorhaben und neue Systeme

Gibt es für die Aufgabe noch kein Produkt, entwickeln wir eines. Wir übersetzen fachliche und betriebliche Bedarfe in Systemanforderungen, prüfen technische Optionen, bauen Partnerstrukturen auf und erproben unter realen Bedingungen. Ausgangspunkt ist immer die konkrete Aufgabe.

Typische Ergebnisse

  • Zielbild
  • Machbarkeitsstudie
  • Systementwurf
  • Anforderungskatalog
  • Prototyp
  • Feldtest

Laufende Projekte

Vorgehen

Von der Aufgabe zum System, das läuft.

  1. Aufgabe und Entscheidungsbedarf klären

    Welche Entscheidung soll künftig besser getroffen werden? Wir sehen uns das Gewässer, die vorhandenen Daten, die Beteiligten und die Abhängigkeiten an. Am Ende steht eine Zielstellung, keine Techniksammlung.

  2. Lösung und Architektur entwerfen

    Gewässerprozesse, Messgrößen, Sensorik, Energieversorgung, Kommunikation, Datenquellen und Auswertung werden zu einem Gesamtkonzept verbunden. Vorhandene Systeme und bereits getätigte Investitionen bleiben eingebunden.

  3. Pilotieren und im Betrieb lernen

    Der Ansatz läuft in einem abgegrenzten Gebiet. Betrieb unter Normal-, Belastungs- und Störungsbedingungen zeigt früh, was trägt und was nachgeschärft werden muss.

  4. Wirkung bewerten, Betrieb absichern

    Kennzahlen, Datenqualität, Verfügbarkeit. Dazu Wartung, Zuständigkeiten und Wiederanlauf, damit aus einem gelungenen Versuch ein Dauerbetrieb wird.

  5. Skalieren und übertragen

    Bewährte Bausteine gehen auf weitere Gewässer, Kommunen und Regionen über. Dafür entstehen Standards, ein Rollout-Plan, ein Kostenmodell und, wo es passt, eine Förderstrategie.

Forschung und Förderung

Förderlogik ist Teil der Lösung.

Innovative Wasserlösungen entstehen selten bei einem Akteur allein. Sie brauchen Gewässerwissen, Forschung, Technik, Umsetzungspartner und öffentliche Anwender. e.Ray bringt diese Seiten zusammen und übersetzt zwischen ihnen, von Partnerstruktur, Rollen und Arbeitspaketen über Meilensteine und Förderlogik bis zur technischen Integration und zur Überführung in den Betrieb.

Als Entwicklungspartner

Wir bauen, was wir entwerfen.

Vom Gewässer aus gedacht

Wir beginnen beim System und bei der Entscheidung, die ansteht.

Herstelleroffen

Eigene Systeme, Bestandssensorik, Produkte von Partnern und öffentliche Datenquellen werden zu einer Architektur verbunden.

Im Realbetrieb erprobt

Wir entwickeln, installieren und betreiben selbst: 21 Stationen in Mecklenburg-Vorpommern aufgebaut und in den Regelbetrieb übergeben, dazu der WAMO-Active-Pilot am Backhausteich.

Energieautark und redundant

Energie, Kommunikation und Datenwege werden so geplant, dass sie auch an abgelegenen Standorten und bei eingeschränkter Infrastruktur tragen.

Vom Messpunkt bis ins Einzugsgebiet

Lokale Echtzeitdaten, räumliche Daten, Fernerkundung und Modelle in einem Bild, vom einzelnen Standort bis zur regionalen Wasserbilanz.

Leistungen

Einzeln beauftragbar.

Die Bausteine lassen sich zu einem Vorhaben bündeln oder einzeln vergeben, etwa als Vorstudie vor einer Ausschreibung.

Beratungsbausteine

  • Strategieworkshop und Bedarfsanalyse
  • Machbarkeitsstudie und Zielbild
  • Mess-, Daten- und Systemkonzept
  • Standort- und Netzplanung
  • Kommunikations- und Redundanzkonzept
  • Energieautarke Versorgung
  • Anforderungskatalog und Leistungsbeschreibung
  • Pilotplanung, Installation und Feldtest
  • Ausfall- und Wiederanlaufplanung
  • Kosten-Nutzen- und Skalierungsmodell
  • Förderstrategie und Konsortialaufbau
  • Wirkungsmonitoring, Berichte und Entscheidungsvorlagen

Für wen wir arbeiten

  • Städte, Gemeinden, Landkreise und Länder
  • Wasserverbände, Gewässerunterhalter und Talsperrenbetreiber
  • Umwelt-, Wasser- und Katastrophenschutzbehörden
  • Wasserversorger und Betreiber wasserbezogener Infrastruktur
  • Berater und beratende Ingenieurbüros
  • Forschungseinrichtungen und Hochschulen
  • Bergbaufolgelandschaften und Flächenentwickler
Nächster Schritt

Bringen Sie Ihre Aufgabe mit.